06. 10. |
Auf Berlin erfolgt der schwerste Tagesangriff der Bomber der US-amerikanischen Air Force seit dem 21. Juni. Über 1 200 Flugzeuge
warfen 800 t Bomben ab. Besonders betroffen von den Zerstörungen war Spandau.
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17. 10. |
Der Geophysiker Adolf Friedrich Karl Schmidt, Mitglied des Berliner Zweigvereins der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft ab 1903 und
Leiter des Meteorologisch-Magnetischen Observatoriums Potsdam, stirbt in Gotha.
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19. 10. |
Der Volkssturm wird gebildet. Unter Berufung auf den Landsturm von 1813 sollte er im örtlichen Bereich die Truppen der
Antihitlerkoalition aufhalten.
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20. 10. |
Die Sozialdemokraten Julius Leber und Adolph Reichwein, die u.a. mit dem »Kreisauer Kreis« zusammengearbeitet hatten, werden vom
Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Reichwein wurde noch am selben Tag in Plötzensee hingerichtet, Leber am 5. Januar 1945.
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21. 10. |
Ein Ministerialerlaß verfügt, daß der Lehrbetrieb an der Technischen Hochschule zu Berlin weiterhin durchgeführt wird.
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24. 10. |
Das Gebäude der Beuth-Schule wird bombardiert und so beschädigt, daß der Unterricht nicht mehr durchgeführt werden kann.
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24. 10. |
Der Spielfilm »Das war mein Leben« von Paul Martin mit Carl Raddatz, Leny Marenbach und Paul Dahlke in den Hauptrollen wird in Berlin
uraufgeführt.
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24. 10. |
Der Berliner Ringer und Antifaschist Werner Seelenbinder wird im Zuchthaus Brandenburg-Görden durch das Fallbeil hingerichtet. Im Stadion
Neukölln wurde ein Urnengrab mit einem Gedenkstein eingerichtet.
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28. 10. |
Das Spandauer Stadtzentrum wird durch einen britischen Luftangriff weitgehend zerstört.
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28. 10. |
In Hoppegarten findet der letzte Renntag vor Ende des Zweiten Weltkriegs statt.
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29. 10. |
Der Radsportler Bruno Goetze stirbt. Goetze gewann bei den Olympischen Spielen in London 1908 die Silbermedaille in der 4000-m-
Mannschaftsverfolgung.
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